Informationen zum 20-jährigen Bestehen der RTS-Firma |
Die Erfahrungen mit diesen selbst konzipierten RTS-Geräten haben zur Entwicklung des RTS‑Biomassetrocknungsverfahrens und zum RTS-Modulsystem geführt. Mit dem RTS‑Modulsystem kann man mit den beiden RTS‑Modellen RTS-K40 und RTS-K60 alle Rostgrößen mit dem RTS-Trocknungsverfahren ausstatten, und die ganz großen Trocknungsanlagen trocknen genauso effizient und stromsparend wie die kleinen Anlagen. Es wurde auch die Trocknung von schlagfrischen Hackschnitzeln aus zerhackten Ganzbäumen samt Ästen und Nadeln erprobt (= BTV-Hackgut oder Hackgut aus der Baum‑Total-Verwertung). In jeder Heubox kann eine 3 m hohe Befüllung in 1 Woche erfolgreich entwässert werden. Wie bei der Heutrocknung erreicht auch das Holz eine Trockenheit von >90%. Auch hier wurde bei einem Jahresverbrennungsversuch festgestellt, dass es durch die RTS-Trocknung zu einer Verdoppelung der nutzbaren Energie des Holzes kommt, was eine Halbierung des erforderlichen Holzeinsatzes bewirkt. Dadurch wird auch der CO2‑Ausstoß halbiert und das Klima geschützt. Die Hackschnitzeltrocknung mit dem RTS‑Trocknungsverfahren ist daher auch eine hoch wirksame Methode für die CO2 ‑ Reduktion im Bereich der Feuchthackgutverbrennung. Die Halbierung des Holzeinsatzes bei den Feuchthackgutheizwerken bewirkt auch eine enorme Verbesserung der Wirtschaftlichkeit derartiger Anlagen. Mit einer 11 kW-RTS-K40 Kombitrocknereinheit, bestehend aus 7 kW-RTS‑Entfeuchter und 4 kW‑Lüfter, können bei der Hackguttrocknung jährlich 1.000 t 90%TS‑Hackgut aus schlagfrischem Hackgut bereitgestellt werden, was im Vergleich mit dem Feuchthackgut eine CO2 ‑ Einsparung von ca. 2.000 t bewirkt. Bei einem CO2-Preis von 30 Euro entspricht das einer jährlichen Einsparung an CO2‑Abgabe von ca. 60.000 €. 1 t Holz erzeugt bei der Verbrennung 2 t CO2 - ca. 4,6 Srm 90%TS-Hackgut ergeben 1 t Holz. Mit dem Energieeinsatz von nur 15 - 25 kWh Strom je Srm Hackgut (= 1 m3) - abhängig von der Holzart - ermöglicht die RTS-Hackguttrocknung einen zusätzlichen Energiegewinn von bis zu 700 kWhthermisch. Bei der Verstromung des Holzes erzielt man mit BHDO-Kraftwerken bezüglich des eingesetzten Trocknungsstromes annähernd die 10‑fache Strommenge aus der gewonnenen Zusatzenergie. BHDO‑Kraftwerke sind herkömmliche Biomasse-Heiz-Dampf-Kraftwerke mit einer Nutzung der Abwärme des Dampfes und der Rauchgase über eine ORC-Kraftwerksstufe, die einen optimalen elektrischen Nutzungsgrad von mehr als 40% der im Holz enthaltenen Energie erreichen. Das RTS-Trocknungsverfahren wurde schon im Jahr 2004 mit dem Innovationspreis des Landes Kärnten ausgezeichnet und ist wegen seiner hervorragenden Effizienz bei der energetischen Optimierung der Biomasse von großer Bedeutung und leistet wegen der hohen CO2‑Reduktion bei der Verbrennung von Holz auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zur erneuerbaren Energie gehört auch die Holzdiesel-Produktion, bei der auch volltrockenes Hackgut benötigt wird. Auch hier wird dann das RTS-Trocknungsverfahren benötigt. Mit Holzdiesel kann jeder Dieselmotor betrieben werden. Aus 4 kg Holz kann 1 Liter Diesel gewonnen werden laut einer Studie der UNI-Wien / Prof. Dr. Hermann Hofbauer / Jahr 2020. Die RTS-Trocknungsgeräte werden daher noch eine ganz große Bedeutung bei der Bioenergiegewinnung haben ! Die RTS-Technik ist daher eine großartige Klimaschutz-Technik und ermöglicht eine optimale Bioenergienutzung !
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